Materialien
Messing
Eine Kupfer-Zink-Legierung, warm und schwer, die traditionelle Wahl an Schweizer Briefkästen und Anwaltstüren. Als einziges unserer Materialien verändert es sich nach der Montage weiter.
Wie es in der Schweiz altert
Blank belassen oxidiert Messing. In den ersten Monaten verliert es den Fabrikglanz und setzt sich über zwei bis drei Jahre zu einem tiefen Bronzeton mit dunkleren Vertiefungen. Viele wollen genau das; andere polieren zweimal jährlich nach. Lackieren friert die Farbe ein, doch der Film versagt unter alpiner UV-Strahlung irgendwann — meist nach fünf bis acht Jahren in der Höhe, länger an einer Nordwand. Frost ist harmlos: Messing rostet nicht. Der eigentliche Feind ist Streusalz; ein Schild in Spritzweite einer gesalzenen Strasse pittet schneller als eines am Gartentor.
Technische Daten
| Dicke | 1,5 mm und 2 mm |
| Oberfläche | Poliert, gebürstet oder antik |
| Aussenhaltbarkeit | 15–30 Jahre im Freien |
| Gravur | Rotationsgravur, schwarz gefüllt oder blank |
Am besten für
- ✓Briefkasten- und Klingelschilder an Altbauten
- ✓Anwaltskanzleien, Notariate, Arztpraxen
- ✓Chalet- und Familiennamensschilder
Überlegen Sie zweimal, wenn Sie eine Farbe wollen, die sich nie verändert, oder das Schild am Rand einer den Winter über gesalzenen Strasse sitzt.
Fragen
Kann man das Nachdunkeln von Messing verhindern?
Ja, mit Lack — planen Sie aber Abbeizen und Neuauftrag ein, sobald der Film reisst, meist nach fünf bis acht Sonnenjahren. Unlackiertes Messing verlangt nur zweimal jährlich eine Politur.
Passt Messing zu einem modernen Gebäude?
Es wirkt traditionell. An zeitgenössischer Architektur fügt sich gebürsteter Edelstahl meist besser ein, und der Gravurkontrast ist schärfer.
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